Der Nord-Ostsee-Kanal gilt als die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Über 40.000 Ozeanriesen passieren in manchen Jahren dieses Nadelöhr zwischen Kiel an der Ostsee und Brunsbüttel an der Elbe. Die Kapitäne und ihre Reedereien wissen, warum sie diesen Weg wählen: Die Route erspart ihnen einen Umweg von bis zu 700 Kilometern, den sie sonst um die Nordspitze Dänemarks nehmen müssten. Als ein "Meilenstein der christlichen Seefahrt" wurde der Kanal bei seiner Eröffnung 1895 durch Kaiser Wilhelm I. gelobt. Man sollte meinen, dass eine solche Attraktion gehegt und gepflegt wird. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Schleusenanlagen sind dringend sanierungsbedürftig. Einige Reeder denken darüber nach, lieber den Umweg über Dänemark zu nehmen. Sieht so das Ende eines verkehrstechnischen Weltwunders aus?
"Highway für Ozeanriesen" stellt Menschen vor, die von und für den Nord-Ostsee-Kanal leben und die darauf hoffen, dass sich alles zum Guten ändern wird.



