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BBL-Finale: Bamberg - Ulm 98:72

Routiniers legen gegen Emporkömmlinge vor

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  • Bilderserie Die Zehn fürs deutsche Basketball-Finale
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    Die Brose Baskets Bamberg haben im ersten Final-Spiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft ein Ausrufezeichen gesetzt. Beim 98:72 dominierte der zweimalige Double-Gewinner die Gäste aus Ulm nach Belieben.

    (03.06.2012)
    BilderserieDie Zehn fürs deutsche Basketball-Finale

    Bamberg und Ulm spielen das Final-Playoff in der Basketball-Bundesliga. Bundestrainer Pesic erwartet ein offenes Duell.

    (02.06.2012)

    Kurzmeldung

    • 17:30 03.06.2012Kurzmeldung

      Bamberg siegt im ersten Finalspiel 17:30 03.06.2012
      Die Brose Baskets Bamberg sind mit einem deutlichen Sieg in die Endspiel-Serie um die deutsche Basketball-Meisterschaft gestartet. Im ersten von fünf möglichen Finalspielen gewannen die Franken mit 98:72 (49:28) gegen das Team von ratiopharm Ulm. Erfolgreichste Werfer für die Gastgeber waren PJ Tucker mit 18 Punkten und Brian Roberts mit 17. Bei Ulm hatten John Bryant und Isaiah Swann je 13 Zähler auf dem Konto. In der Best-of-five-Serie geht es am Mittwoch in Ulm weiter, am kommenden Sonntag stehen sich die beiden Teams dann wieder in Bamberg gegenüber.

    von Marcel Friederich

    Die Experten sind sich einig: Mit den Teams aus Bamberg und Ulm stehen die zwei besten Basketball-Mannschaften der Saison im Endspiel. Bundestrainer Svetislav Pesic erwartet ein offenes Duell.


    Der alte und neue Bundestrainer Svetislav Pesic hat derzeit eine Menge zu tun. Am 19. Juni beginnt der erste Lehrgang des deutschen Nationalteams unter seiner Führung. Zuvor ist er in seinem Heimatland Serbien gebunden, wo er die Basketballer von Roter Stern Belgrad trainiert. Auch dort laufen momentan die Play-offs. „Außerdem schaue ich regelmäßig deutschen Basketball im Fernsehen“, sagt Pesic im Gespräch mit zdfsport.de. „Zum Glück habe ich hier in Belgrad alle deutschen Sender.“

    Bamberg mit historischer Chance

    Auch bei den Finalspielen wird Pesic vor dem TV-Gerät sitzen, wenn sich Bamberg und
    ZITAT
    Zum Glück habe ich hier in Belgrad alle deutschen Sender.
    Svetislav Pesic
    Ulm gegenüber stehen. Vor einigen Wochen haben die Bamberger bereits den Pokalsieg gefeiert. Dadurch besitzen die Oberfranken nun die historische Chance, zum dritten Mal in Folge das Double aus Meisterschaft und Pokal zu gewinnen. Noch nie zuvor ist dies einer deutschen Basketball-Mannschaft gelungen.

    „Die Bamberger haben eine sehr hohe Kontinuität im Kader. Viele ihrer Spieler sind schon jahrelang im Team und waren auch bei den vorherigen Titeln mit dabei. Dadurch besitzen sie sehr viel Championship-Erfahrung“, sagt Pesic. Dabei verweist der 62-Jährige auf Leistungsträger wie Anton Gavel, Brian Roberts, Casey Jacobsen oder Predrag Suput. Sie alle spielen seit mindestens drei Jahren bei den Baskets.

    Gelingt Ulm der Überraschungs-Coup?

    Auf dem Papier, sagt Pesic, ist Bamberg favorisiert. „Doch nicht immer gewinnen die Favoriten. Besonders in einer Finalserie werden die Karten ganz neu gemischt. Da ist immer alles möglich“, sagt der Bundestrainer, der sehr viel Widerstand aus Ulm erwartet. Schließlich sind die Schwaben das große Überraschungsteam der Liga. Als Abstiegskandidat in die Saison gestartet, haben sie nun in der Finalserie gar nichts zu verlieren.

    „Die Ulmer haben frisches Blut an die Spitze der Liga gebracht“, sagt Pesic: „Ihre Spieler sind hungrig, den allerersten Titel zu gewinnen.“ Bereits im Halbfinale des Pokalwettbewerbs hatte Ulm die favorisierten Bamberger am Rande einer Niederlage. Erst in der Verlängerung siegten die Baskets hauchdünn mit 99:96.

    Günther und Pleiß im Fokus

    Tibor Pleiß und Per Günther  / Quelle: imago

    Tibor Pleiß und Per Günther
    Quelle: imago

    „Die Ulmer haben auf jeden Fall eine Chance“, sagt Pesic, der eine „sehr interessante und ausgeglichene Serie“ erwartet. Um die Best-of-Five-Serie für sich zu entscheiden, sind drei Siege erforderlich. Keinen Zweifel gebe es daran, so Pesic, dass die zwei richtigen Teams das Endspiel erreicht haben. „Ulm und Bamberg haben die ganze Saison lang sehr guten Basketball gespielt. Das Endspiel haben sich beide zu 100 Prozent verdient.“

    Gut möglich, dass am Ende zwei deutsche Nationalspieler das Zünglein an der Waage sind: Per Günther und Tibor Pleiß. Der 24-jährige Günther lenkt das Ulmer Aufbauspiel und befindet sich derzeit in der Form seines Lebens. Der 23-jährige Pleiß ist ebenso in Topverfassung und hat sich als Bamberger Starting-Center etabliert. Er bekommt es nun mit Ulms Center John Bryant, dem wertvollsten Spieler der Liga, zu tun.

    Auch Tadda und Neumann im Nationalteam

    „Ohne Per kann man sich das Ulmer Spiel gar nicht mehr vorstellen. Er hat sich großartig entwickelt“, spricht Pesic von Günther in höchsten Tönen. Ähnliches gilt für Pleiß, „der ebenfalls einen enormen Schritt nach vorne gemacht hat. Denn Tibor steht jetzt mit immer mehr Selbstrauen auf dem Parkett“, lobt der Bundestrainer den Big Man.

    Neben Pleiß hat Pesic zwei weitere Bamberger für den Auftaktlehrgang des Nationalteams nominiert: Karsten Tadda (23, Flügel) und Philipp Neumann (20, Center). Während Neumann als große Center-Hoffnung für die Zukunft gilt, gehört der defensivstarke Tadda schon jetzt zum Stamm der Baskets. Auch im Nationalteam, so Pesic, dürften beide über kurz oder lang eine wichtige Rolle spielen.

    03.06.2012
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