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Paralympics - Rückblick

Berg: "Großartiger Sport, phänomenales Publikum"

  • Video Die Höhepunkte der Schlussfeier
  • Video Zu viel High-Tech im Spiel?
  • VideoDie Höhepunkte der Schlussfeier

    Die Paralympics sind vorbei. London hat mit einer begeisternden Schlussfeier "Good Bye" gesagt. Sehen Sie hier die Höhepunkte des großen Finales.

    (09.09.2012)
    VideoZu viel High-Tech im Spiel?

    Die Paralympics von London haben großen Glanz verströmt. Es gab aber auch Frust bei den Athleten. Nicht jeder war glücklich über die High-Tech-Ausrüstung der Konkurrenz.

    (09.09.2012)

    Kurzmeldung

    • 23:01 09.09.2012Kurzmeldung

      Paralympics offiziell beendet 23:01 09.09.2012
      Die 14.Paralympics sind nach elf Wettkampftagen mit einer futuristisch martialischen Abschlussfeier beendet worden. Um 22:31 Uhr Ortszeit erlosch am Sonntagabend das paralympische Feuer im Olympiastadion von London. Bei der Show mit einem Konzert der Band Coldplay stellte sich auch Rio de Janeiro als nächster Gastgeber der Behindertenspiele 2016 vor. Die deutsche Mannschaft, für die der querschnittsgelähmte Tischtennisspieler Thomas Schmidberger bei der Schlussfeier die Flagge ins Stadion brachte, hatte 66 Medaillen gewonnen.

    • 20:56 09.09.2012Kurzmeldung

      Letztes Gold geht an Russland 20:56 09.09.2012
      Die Fußballer aus Russland haben bei den Paralympics in London die 503. und damit letzte Goldmedaille gewonnen. Im Finale des Wettbewerbs "7-a-side", bei dem pro Team sieben Spieler mit Gehschwierigkeiten oder cerebraler Kinderlähmung starten, setzten sich die Russen mit 1:0 gegen die Ukraine durch. Australien gewann das Finale im Rollstuhlrugby mit 66:51 gegen Kanada. Am frenetischsten gefeiert wurde aber David Weir, der den Marathon der Rollstuhlfahrer für sich entschied. Auf der Prachtstraße The Mall durfte der Brite über sein viertes Gold bei diesen Spielen jubeln.

    Die Paralympics waren die Spiele der Superlative. Ausverkaufte Stadien, tolle Athleten mit herausragenden Leistungen, eine hervorragende Organisation - das alles sind Attribute, die die Tage in London zu einem unvergesslichen Ereignis werden ließen. Auch ZDF-Experte Matthias Berg zeigt sich im ZDF-Interview nachhaltig beeindruckt.

    zdfsport.de: Herr Berg, wie fällt Ihr Fazit zu den Paralympics aus?

    Matthias Berg / Quelle: imago

    Matthias Berg
    Quelle: imago

    Matthias Berg: Großartiger Sport, fantastisches Publikum. Die deutsche Mannschaft hat sich sehr, sehr gut präsentiert. Sie hat sich viel vorgenommen, wollte besser abschneiden als bei den Spielen in Peking 2008 - da war sie auf Platz elf des Medaillenspiegels. Das hat sie auf jeden Fall geschafft, der achte Rang ist ein hervorragendes Ergebnis. Auch die Mischung der Mannschaft hat gepasst, man hat versucht, eine Truppe aus bewährten, erfahrenen und aus jungen Athleten zusammenzustellen, auch das hat sich bewährt. Das Team hat tolle Leistungen abgeliefert und sich ganz hervorragend präsentiert.

    zdfsport.de: Was hat sich im Vergleich zu den Spielen 2008 in Peking und 2004 in Athen verändert?

    Berg: Die Spiele hier sind eine enorme Steigerung gegenüber den vergangenen. Athen 2004 würde ich fast als einen kleinen Knick bezeichnen, Sydney davor und China danach waren auch tolle Spiele, aber Athen war für mich enttäuschend, da waren die Paralympics eigentlich nur der kleine Bruder der Olympischen Spiele. Peking dagegen war großartig, super organisiert, auch fast zwei Millionen verkaufte Tickets. In London dann 2, 7 Millionen verkaufte Tickets - großartig. Wenn ich eine zusätzliche Medaille vergeben dürfte bekäme sie das Publikum.

    zdfsport.de: Ausblick Rio 2016: Sind die Paralympics 2012 überhaupt zu toppen?

    Berg: Es werden sicherlich andere Spiele werden. Südamerika mit dem Temperament, dem Tanz, der Musik - das gibt sicherlich einen ganz anderen Charakter. Allerdings ist Brasilien im Vergleich zu Großbritannien eher ein Schwellenland, insofern werden wir mit Sicherheit viele Veränderungen erleben. Aber das macht ja auch den Reiz aus. Alle vier Jahre in einem Land auf einem anderen Kontinent zu sein und dort die Wettkämpfe austragen zu dürfen. Die Verantwortlichen aus Rio hatten hier einen großen Stab an Leuten, um zu sehen, wie es London macht. Ich erwarte in Rio sehr schöne Spiele.

    zdfsport.de: Wird sich bis Rio im Reglement etwas ändern?

    Berg: Gut möglich. Für London waren eigentlich 450 Entscheidungen vorgesehen, 503 waren es. Das sind zu viele, sagt das IPC. Hinzukommen zwei neue Sportarten, Kanu und Triathlon. Jetzt beginnt schon der Wettbewerb der Sportarten, die in Rio noch im Programm sind. Überarbeitet wird das Regelwerk, sei es die Länge der Prothesen, oder die Klassifizierung.

    Das Interview führte Christian Lüttecke, London

    09.09.2012
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