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Abrufvideo: Kaiser, Mörder, Heiliger
Trailer: Kaiser, Mörder, Heiliger
Im Jahr 326 nach Christus bereitet sich ganz Rom auf das zwanzigjährige Regierungsjubiläum von Kaiser Konstantin vor. Aus dem ganzen Reich sind die Gäste geladen, allen voran die kaiserliche Familie. Auch Crispus, der älteste Sohn des Kaisers, macht sich auf den Weg aus dem fernen Istrien, dem heutigen Kroatien. Crispus ist ein erfolgreicher Feldherr und Caesar, ein Jungkaiser. Für seinen Vater hat er große und entscheidende Schlachten gewonnen. Alle sehen in ihm den Nachfolger von Kaiser Konstantin. Doch Crispus wird Rom nie erreichen, er stibt durch Gift. Wer hat ihn umgebracht?
Unsere Experten
Elisabeth Herrmann-Otto
Unsere Fachberaterin ist Elisabeth Herrmann-Otto, Althistorikerin und Professorin an der Universität Trier, geboren 1948 in Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die antike Sozial- und Wirtschaftsgeschichte mit besonderer Gewichtung der Sklaverei und Armutsforschung, die griechische und römische Verfassungsgeschichte, das Christentum, die Spätantike sowie die Kulturgeschichte. Konstantin der Große ist auch weiterhin ein Forschungsschwerpunkt von Elisabeth Herrmann-Otto.
Elisabeth Herrmann-Otto über Konstantin den Großen: "Er ist ein Mann mit einem großen politischen Instinkt, der die Zeichen der Zeit erkannt und in die Realität umsetzt hat."
Klaus Martin Girardet
Klaus Martin Girardet, geboren 1940 in Koblenz, ist Historiker und Theologe und war Professor für Alte Geschichte an der Universität des Saarlandes. Girardet beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte des Christentums in der Spätantike, der Religionspolitik Konstantins des Großen, aber auch der späten römischen Republik sowie der Bedeutung der Alten Geschichte für die Gegenwart.
Girardet vertritt folgende These: „Konstantin war der erste christliche Kaiser.“
Manfred Clauss
Manfred Clauss, geboren 1945 in Köln, ist Historiker und Theologe war Professor für Alte Geschichte in Berlin, Siegen, Eichstätt und Frankfurt am Main. Er gehört zu den bedeutendsten Kennern der Alten Geschichte. Seine zahlreichen Bücher über Staaten, Gesellschaften und Religionen in der antiken Welt haben ein breites Publikum auch außerhalb der Wissenschaft gefunden.
Clauss vertritt folgende These: "Ich bin überzeugt, dass er (Konstantin der Große) nie getauft worden ist. Wenn man so will hat er zwar Christus als Schutzgott gehabt, aber war selbst nie Christ.“
Spuren führen zum Kaiser
Auch hier steht der römische Kaiser unter Verdacht.
Erster christlicher Herrscher
Konstantin der Große ist in die Geschichte eingegangen als der erste christliche Herrscher. Mit ihm beginnt der Aufstieg des Christentums. Wer war er wirklich? "In diesem Zeichen wirst Du siegen", soll Christus dem Konstantin in einer Vision vor der berühmten Schlacht an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms prophezeit haben. Konstantin habe darauf das Kreuz auf die Schilde seiner Soldaten malen lassen und gesiegt. Das war vor 1700 Jahren, 312 nach Christus und ging als die so genannte Konstantinische Wende in die Geschichte ein.Der Petersdom, heute eines der prächtigsten Bauwerke der Welt, geht auf Konstantin zurück. Halb Italien soll der Kaiser dem Bischof von Rom als Kirchenstaat geschenkt haben. Der unabhängige Vatikanstaat ist ein letzter Rest davon. Auf den Mauern des alten Byzanz gründet der Kaiser Konstantinopel neu, das heutige Istanbul. Die Stadt Trier erblüht unter Konstantin zur prachtvollen Residenz. In Jerusalem lässt er auf dem Grab Jesu eine Kirche erbauen. Die Ostkirche verehrt ihn noch heute als Heiligen.
Nichts als Legenden?



