Wer darf weiterleben? Mangelnde Kontrolle bei Organtransplantationen
Der Oberarzt, der im Mittelpunkt des Transplantationsskandals in Göttingen steht, ist Jahre vorher bereits im Universitätsklinikum Regensburg aufgefallen. Das belegt ein Bericht der Prüfungskommission der Bundesärztekammer. Diese untersuchte die Reisen von zwei Regensburger Medizinern nach Jordanien, wo sie in den Jahren 2004 und 2005 mehrfach Organe transplantierten. Das Ergebnis des Berichts: eine Reihe von Ungereimtheiten, und die ungeklärte Frage, ob die beteiligten Ärzte gegen das Transplantationsgesetz verstoßen haben. Denn vor Ort war nicht klar, ob Organe nach den deutschen Vorschriften entnommen und weitergegeben worden waren. Konsequenzen gab es damals nicht, die Mediziner operierten weiter.Frontal21 über Versäumnisse, Widersprüche und Fehlverhalten in der Transplantationsmedizin. Manuskript des Beitrags Forum: Diskutieren Sie mit!
Moderne Lohnsklaven - Ausbeutung mit Werkverträgen
Durch Werkverträge haben deutsche Unternehmen einen neuen Weg gefunden, Lohnkosten zu drücken. Nach Recherchen von Frontal21 scheuen besonders in der Nahrungsmittel-Industrie Unternehmen nicht davor zurück, durch verschachtelte Geschäftsbeziehungen mit Werkvertragspartnern Arbeitskräfte aus Osteuropa zu Hungerlöhnen zu beschäftigen. Die hausen in Abbruchhäusern, sind rechtlos den Machenschaften ihrer Arbeitgeber ausgeliefert. Frontal21 hat die Betroffenen aufgesucht. Manuskript des BeitragsAber selbst reguläre Werkverträge erweisen sich mehr und mehr als Billiglohnmodell. „In vielen Bereichen haben Werkverträge die alleinige Funktion, den Zugang zu Billiglöhnen zu öffnen“, kritisiert der Arbeitsrechtler Professor Peter Schüren von der Universität Münster in Frontal21. Je teurer Leiharbeit wird, desto attraktiver wird Werkvertragsarbeit. Die Christliche Gewerkschaft DHV hat einen Tarifvertrag abgeschlossen, der Stundenlöhne von sechs Euro fünfzig im Westen und sechs Euro im Osten vorsieht. Ein Frontal21-Mitarbeiter hat selbst erfahren, wie der Arbeitsalltag unter solchen Bedingungen aussieht. Manuskript des Beitrags Forum: Was sagen Sie dazu?Der Pleiteflughafen - Ist Berlin-Brandenburg noch zu retten?
Die Blamage war groß, als Aufsichtsratschef Klaus Wowereit vor drei Monaten die Eröffnung des Hauptstadtflughafens absagen musste. Doch auch der neue Termin im März 2013 wackelt. Noch immer ist unklar, wann der Pannenflughafen eröffnet wird. Nach Recherchen von Frontal21 wird das Prestigeprojekt viele Milliarden mehr verschlingen als angekündigt. Und schon jetzt ist für Experten klar: der Flughafen ist zu klein. Sie sprechen von einer Fehlplanung auf ganzer Linie. Weitere Ausbauten sind offenbar nötig .Frontal21 über die Fehlplanung eines Prestigeprojekts. Manuskript des Beitrags Forum: Diskutieren Sie mit!Krebskranke bei Samsung - Kampf um Gerechtigkeit
Samsung ist eines der umsatzstärksten Unternehmen der Welt. Auch in Deutschland sind die Smartphones und Fernseher aus Südkorea äußerst beliebt. In der Werbung gibt sich Samsung gern menschenfreundlich. Doch in Korea ringen ehemalige Arbeiter des Konzerns mit dem Tod. Die Arbeit bei Samsung habe sie krank gemacht, sagen koreanische Arbeitsmediziner von der Organisation SHARPS (Supporters for the Health And Rights of People in the Semiconductor Industry, Unterstützer für die Gesundheit und die Rechte von Arbeitern in der Halbleiter-Industrie): Bereits 56 ehemalige Samsung-Mitarbeiter seien verstorben, die meisten davon an Krebs. Und das Krebsrisiko bei der Halbleiter-Produktion ist seit langem bekannt. Doch Samsung Electronics will davon nichts wissen. Die Opfer und ihre Angehörigen leiden, kämpfen schon seit Jahren um die Anerkennung durch den Konzern, der allein im vergangenen Jahr 16 Milliarden Euro Gewinn machte. Bislang vergeblich. Auch im Frontal21-Interview gibt sich ein Samsung-Verantwortlicher unnachgiebig.Frontal21 um den langen Kampf der Samsung-Opfer um Gerechtigkeit. Manuskript des Beitrags Forum: Wie ist Ihre Meinung?

