Haben die Römer gerne Eier gegessen?
Die Römer waren in vieler Hinsicht echte Trendsetter. So gab es im alten Rom nicht nur Wasserklosetts und Anfänge von Demokratie, es gab auch großartige Bauwerke, die sich durch ein ganz besonderes Merkmal auszeichneten: Den Rundbogen. Mit diesem Bogen gelang es erstmals in der Architektur, größere Distanzen zu überspannen. So konnten Brücken und Aquädukte gebaut werden. Die Griechen haben das nicht geschafft, die haben eine Säule neben die andere gestellt und oben flache Steine draufgelegt.Ein ziemlich unwirtschaftliches Verfahren und nur für Tempel brauchbar, bei deren Bau Geld keine Rolle spielte. Der Rundbogen dagegen ist genial. Denn die Kraft, die von oben auf den Bogen wirkt, wird durch die Rundung nahezu senkrecht ins Mauerwerk geleitet. Wer den Rundbogen ersonnen hat und wie er auf die Idee kam, ist allerdings nicht überliefert – aber vielleicht hat er einfach seine Hühner beobachtet. Ein Hühnerei ist nämlich nur deshalb so stabil, weil es wie ein Rundbogen konstruiert ist. Und so stimmt der alte Pennälermerksatz dann wohl doch: sieben – fünf – drei, Rom schlüpft aus dem Ei.Die Römer und der hämmernde Vogel
Spechte sind schon wundersame Vögel. Statt ein Nest zu bauen, gehen sie lieber mit dem Kopf durch die Wand. Dass so ein kleiner Vogel vor einem großen Baum keine Ehrfurcht hat, zeugt wahrlich von großem Selbstbewusstsein. Großes Selbstbewusstsein hatten wohl auch Romulus und Remus, die einfach mal so die ewige Stadt gegründet haben. Klar, Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, trotzdem eine beachtliche Leistung zweier Findelkinder, die von einer Wölfin gesäugt und sozialisiert worden sind. Was allerdings die wenigsten wissen: Nicht nur Mamma lupa versorgte die kleinen Stadtväter in ihrer Höhle mit Speis und Trank.Die Wölfin hatte einen fleißigen und gefiederten Helfer. Es war – wie sollte es auch anders sein - ein Specht. So brachte der willensstarke Vogel nicht nur Futter, sondern übertrug sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein gleich mit auf die beiden Stadtgründer in spe. Was er den beiden allerdings für Leckereien brachte, das wissen wir nicht mit Bestimmtheit. Jedoch ist zu vermuten, dass es Romulus und Remus daran gelegen war, die Obhut des Spechtes nicht all zu lange zu strapazieren.Motorradfahrer haben einen Vogel?
Motorräder gibt es schon genauso lange wie es Autos gibt. Früher war das zweirädrige Kraftrad das Transportmittel für Menschen, deren Geldbeutel für den Kauf eines Automobils nicht groß genug war. Heute ist das anders – das Motorrad ist meist ein Zweitvehikel, das nicht vornehmlich dazu verwendet wird, um von A nach B zu kommen. Es soll seinem Besitzer vor allem eines bereiten: Spaß. Damit das auch stets so bleibt, schützen sich Motorradfahrer mit allerlei Protektoren und vor allem mit einem Helm. Der Helm soll starke Schläge gegen den Kopf abfedern und so den Motorradfahrer bei einem Sturz vor Schlimmerem bewahren.Der Specht hat – salopp formuliert – jeden Tag tausende von harten Schlägen wegzustecken. Und das ohne Helm. Das funktioniert nur, weil seine Schädelknochen die Kräfte über bewegliche Knochen so in seinen Körper einleiten, dass sein Gehirn vor Stößen geschützt wird. Nun kann man schlecht den Schädel der Motorradfahrer verändern, aber moderne Motorradhelme nehmen diese Spechtkonstruktion auf und schützen das Hirn der Zweiradpiloten noch besser. Einen Schnabel haben diese Helme allerdings nicht.Auf den richtigen Ton kommt es an
Kekse sind ein Fest für die Sinne. Das Gebäck schmeckt gut und duftet so herrlich. Eckig, rund oder in Herzform – so werden sie höchst appetitlich auf dem Teller kredenzt und leicht und locker liegen sie in der Hand, wenn wir sie zum Munde führen. Doch was ist mit dem fünften Sinn – unserem Gehör? Auch hierfür haben die Bäcker von heute ein offenes Ohr. Denn auch beim Kekseessen macht der Ton die Musik. Nur wenn er mit charmantem Knacken bricht, ist ein Keks ein guter Keks.Fades und plumpes bröseln, erzeugt keinen Klang, der die „Teatime“ akustisch zu einem Erlebnis macht. So gibt es Menschen, die den Klang von Produkten optimieren. Und das machen sie nicht nur bei Keksen. Auch Motorräder werden klanglich designt. Ob es das wilde Sirren einer Rennmaschine ist oder das dumpfe Blubbern eines Choppers – nichts wird dabei einfach so Zufall überlassen. Doch eines ist natürlich klar – Motorräder müssen zu allererst gut fahren und Kekse müssen gut schmecken. Nur an den Keksen zu lauschen, davon wird niemand satt…

