Die Steppe zwischen Wolga und Ural in Südrussland war vor 2500 Jahren Schauplatz dramatischer Ereignisse. Damals durchstreiften kriegerische Nomaden die endlosen Weiten. Heute zeugen nur noch Grabhügel von der Vergangenheit und die Steppe ist ein Betätigungsfeld für Wissenschaftler.
Am Sonntag, 13. März 2010 um 19 Uhr in ZDFneo.
Ein Volk von Kriegerinnen, das seine männlichen Nachkommen tötet und den Mädchen eine Brust wegbrennt, damit sie perfekt mit Pfeil und Bogen umgehen können: Auf zahllosen Vasen und Keramiken wird von Frauen berichtet, die nicht nur mit in die Schlacht gegen griechische Außenposten zogen, sondern ihre Stämme sogar anführten.
Noch heute beflügelt die Geschichte der Amazonen, die das griechische Weltreich in seinen Grundfesten erschütterten, in ihrer Fantasie. Doch lange Zeit fehlten Beweise für die Existenz der sagenumwobenen Kriegerinnen - bis ein russisch-amerikanisches Archäologenteam einen sensationellen Fund machte.

Es entdeckte in der südrussischen Steppe ein Grab voller Waffen und Goldschmuck - das Grab einer Frau. Die Tote war vermutlich nicht nur Kriegerin, sondern eine hohe spirituelle Würdenträgerin.
DNS-Experten entschlüsselten das Jahrtausende alte Erbgut. Experten des Bundeskriminalamtes gaben der rätselhaften Toten ein Gesicht. Aus dem Verdacht wurde Gewissheit: In der eurasischen Steppe, nördlich des Schwarzen Meeres, lebten tatsächlich jene sagenumwobenen Kriegerinnen, die vor 2500 Jahren die Mythen über die Amazonen inspirierten.

"Sagenhafte Völker: Das Amazonenrätsel" erzählt die Jagd nach der wahren Geschichte der Amazonen. Die Spur führt quer über den eurasischen Subkontinent bis in die entlegensten Regionen der Mongolei.
"Ich habe mich zunächst nur für die Nomadenkultur interessiert. Ich hätte nie zu träumen gewagt, dass wir eine wirklich profunde Entdeckung machen würden. Einen Fund, der den Überlieferungen von antiken Kriegerinnen, von Priesterinnen erstmals Glaubwürdigkeit zu verleihen schien."